An der Bucht von Kotor bei Ljuta in MontenegroIm historischen Zentrum von Kotor in MontenegroFreitag, 07.06.2024: Heute ist der erste von zwei Ruhetagen in Montenegro! Nach einer ausgedehnten Nachtruhe nahmen wir unser Frühstück auf der Terrasse oberhalb der Bucht von Kotor im schattigen Hof der Vila Nikčević. Es gab regionale Spezialitäten, frische Spiegeleier und feinen Kaffee. In Gedanken ließen wir die vergangenen Tage Revue passieren und jedem wurde bewusst, welches Privileg wir haben und wie sehr wir diese gemeinsamen Tage genießen sollten. Eine knappe Woche liegt nun schon hinter uns und wir befinden uns fast am Wendepunkt der aktuellen Tour. Dazu morgen mehr. Heute wollen wir nichts weiter tun außer NICHTS. Es gibt keinen Plan; jeder kann machen, was er will, ganz individuell. Also gehen wir nach dem Frühstück alle zusammen an den Privatstrand der Villa zur FDGB-Gruppenerholung. Das Wasser war für Anfang Juni angenehm warm, jedenfalls haben wir das so gesehen. Scheinbar hatten alle anderen Gäste an der Bucht von Kotor ein anderes Temperaturempfinden, denn außer uns war fast keiner im Wasser. Völlig egal - was gehen uns fremde Leute an. Jeder schnappte sich einen Liegestuhl und ein kaltes Pils aus dem Eiseimer und schon stand dem wahren Relaxgefühl nichts mehr im Wege. Sonnen, baden, pilsnern. Die Handgriffe sitzen, während sich die Sonne ihren Weg am Firnament bahnte. Wir kamen wirklich gut über den Tag und plötzlich wurde es finster. Besser so; Gute Nacht!

Blick auf die Bucht von Kotor in MontenegroAm Skutarisee / Shkodrasee zwischen Montenegro und AlbanienSonnabend, 08.06.2024: So könnte es eigentlich weitergehen. Wir wachen irgendwann am Morgen auf, trommeln die Mannschaft zusammen und dann gehts an den (natürlich) gedeckten Tisch im Schatten der Berge Montenegros. Ein feines Leben wäre das. OK, kommt auf die Liste für später. Der Plan für unseren heutigen zweiten Ruhetag wurde gestern am Strand erschaffen und sieht nüchtern betrachtet immer noch hervorragend aus - Glück gehabt! Zu Beginn der Tagestour wollen wir von Ljuta aus nach Kotor fahren und uns dort an die berühmten 25 Serpentinen machen. Diese winden sich aus der Bucht von Kotor auf reichlich 900 Höhenmeter und finden ihren Fortgang in der teils mautpflichtigen Bergstraße durch den Nationalpark Lovćen und weiter bis nach Cetinje. Gesagt getan! Wir wetzten die geisteskranke Strecke hinauf und erhaschen vor allem in den zahlreichen Kehren atemberaubende Blicke auf die Bucht von Kotor. Natürlich finden wir auch zwei Stellplätze, von wo aus wir das Panorama in Ruhe genießen konnten. Extrem sehenswert! Nach Cetinje fahren wir auf der M-10 nach Osten und kommen ins malerisch gelegene Dorf Rijeka Crnojevica am gleichnamigen Fluss. Ein paar Kilometer weiter mündet dieser in den Shkodrasee, unserem heutigen Tagesziel. Wir haben noch ein paar feine schmale Bergstraßen vor uns, bevor wir bei Virpazar auf die schnelle M-2 stoßen, die von Podgorica nach Petrovac na Moru verläuft. Noch ein paar Mal am Gashahn drehen und schon sind wir am größten See der Balkanhalbinsel. Wir blicken über das auch als Skutarisee bekannte Gewässer, an dessen Ostufer schon Albanien liegt. Nein, nach Albanien sind wir nicht mehr gefahren - irgendwann müssen wir auch an die Rückreise denken, die nun hier am süwestlichsten Punkt der Bikertage 2024 beginnt. Nicht heute und nicht direkt, aber sie beginnt. Auf der schnellen M-2 fliegen wir durch die Berge in Richtung Petrovac na Moru und weiter entlang der Adriaküste nach Budva. Eine Stunde später schweben wieder in Ljuta ein und parken die Bikes direkt am Tor der Villa Nikčević. Den letzten Abend verbrachten wir abermals im wunderschönen Kotor, wo wir nach einem kleinen Rundgang stilvoll zu Abend speisten. +++

In der historischen Altstadt von Dubrovnik in Kroatien

Blick auf die Altstadt von Dubrovnik (Kroatien)Sonntag, 09.06.2024: So schön es auch war, aber unsere Zeit in Ljuta an der Bucht von Kotor geht zu Ende. Nach dem Frühstück machen wir uns auf die mit 149 Kilometern recht übersichtliche Tour nach Dubrovnik, der Perle an der Adria. Wir verlassen Ljuta nach Osten in Richtung Perast und kommen nach Risan. Hier verlassen wir die M-1 und nehmen die alte Straße, die sich über Serpentinen und Kehren den Nordhang hinauf schlängelt. Ab und an ergeben sich von der engen Bergstraße imposante Ausblicke auf die Küste bei Risan und die gesamte Bucht von Kotor. Hier oben auf knapp 700 Höhenmetern treffen wir nun auf die M-8, die sich durch die karstige Hochebene an der Nordseite des Orjen-Gebirges windet. Nach der rasanten Fahrt durch die eigenwillige Karstlandschaft zwischen Grahovo und Vilusi kommen wir auf der M-9 ins nahezu menschenleere Grenzgebiet zwischen Montenegro und Bosnien-Herzegowina. Nach dem Grenzübergang fahren wir vorbei am Bilećko Jezero und kommen nach Trebinje, der nach Mostar zweitgrößten Stadt der Region. Wie fast überall im Land sind die Spuren des Bosnienkrieges in den 90er Jahren zu sehen: Einschusslöcher in den Hauswänden und ausgebrannte, mittlerweile zugewucherte Ruinen. Schrecklich! Wir rollen weiter Richtung Adria und wechseln bei Gornji Brgat von Bosnien nach Kroatien. Die vorletzte Station für heute war die Fahrt auf den 412 Meter hohen Sergiusberg, den Hausberg Dubrovniks. Auf halber Strecke machten wir eine Pause mit exzellentem Blick auf die mit einer Stadtmauer umgebene Altstadt sowie auf die Insel Lokrum. Nach einer Runde über das Bergplateau mit Gipfelkreuz und Fernsehturm rollen wir über die enge Straße mit immer wieder feinen Ausblicken hinab ins Stadtzentrum und weiter in den Stadtteil Lapad. Ein wenig später stehen wir auf dem Parkplatz des Hotels „Dubrovnik“, wo wir nach einem entspannten Tag einchecken werden. Jetzt durchatmen, kalte Biere besorgen und ab an den Strand. Am Abend Kulturprogramm: UNESCO-Weltkulturerbe Dubrovnik! Alles ist gesagt +++

Alte Brücke (Stari Most) über die Neretva in Mostar (Bosnien-Herzegowina)Split in Dalmatien (Kroatien): Blick von der Riva zum DiokletianpalastMontag, 10.06.2024: Wir schreiben Montag, den 10. Juni. Nach dem Frühstück im Dubrovnik-Hotel und einem Abschiedsblick über den jetzt fast menschenleeren Strand packten wir unsere in der Sonne schon schön vorgewärmten Bikes und starteten in den sonnigen Tag. 289 Kilometer sind es bis zum Tagesziel in Split. Vor uns liegt eine Tour durch Dalmatien und Bosnien-Herzegowina mit dem Höhepunkt Mostar. Nach einem irren Verkehrsgewühl schafften wir es irgendwie auf die Jadranska Magistrala, die sich oberhalb Dubrovniks an den Berg schmiegt. Seit 2001 überspannt die nach dem ersten Präsidenten Kroatiens benannte Schrägseilbrücke auf 518 Metern den Dubrovnik-Fluss und erspart uns einiges an Zeit. Nach einigen Vollblut-Überholmanövern sind wir nun an der Spitze des Korsos und genießen mit einem hörbaren Grinsen die langen Kurven der Jadranska Magistrala oberhalb der blauen Adria. Nach der Ortschaft Doli bogen wir in die Neubaustrecke der N8 zur Halbinsel Pelješac. Quer über die Insel wurde zur Umgehung des 5 km breiten bosnischen Adriakorridors bei Neum eine Piste gebaut, die ihren Höhepunkt in der 2,5 km langen Pelješac-Brücke hat. Sie überspannt in 55 Metern Höhe die Adria und verbindet seit dem Juli 2022 die bislang durch eine Meerenge getrennten Landesteile Kroatiens. Wir fahren weiter durch das Neretva-Delta und kommen in die Grenzstadt Metkovic: Grenze HR-BIH - problemlos! Jetzt talaufwärts nach Pocitelj und schließlich nach Mostar.  Die Stadt, malerisch im Tal der Neretva gelegen, ist mit über 100.000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt des Landes und historisch die Hauptstadt der Herzegowina. Mostar, Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Religionen, litt im Bosnienkrieg stark unter den Kämpfen. Die Frontlinie verlief mitten durch die Stadt: Gänsehaut! Das Symbol von Mostar ist die Stari Most, die Alte Brücke über die Neretva. Das Original stammte aus dem Jahr 1566 und wurde 1993 von kroatischen Truppen sinnlos zerstört. Der Wiederaufbau dauerte von 1996 bis 2004. Übervoll mit Eindrücken verließen wir Mostar auf der M6.1 in Richtung Westen. Am späten Nachmittag erreichen wir Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens. Gekonnt schlüpfen wir durch die Lücken im Stau und stehen ein paar Minuten später vor dem Hotel As am nördlichen Stadtrand. Jetzt ab in die wunderschöne Altstadt, die uns bereits aus den Bikertagen 2021 bestens bekannt ist. Prost meine Herren!

 

     
Tourentag 8: 08.06.2024 Tourentag 9: 09.06.2024 Tourentag 10: 10.06.2024
Rundfahrt zum Shkodrasee Ljuta - Dubrovnik (HR) Dubrovnik - Split

 

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Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik Kristallklares Wasser am Strand von Primošten in Dalmatien (HR)Dienstag, 11.06.2024: Geplant war eigentlich ein Törn mit der Yacht von Ivo´s Kumpel, aber entweder hat er es verpeilt zu klären oder aber der Wind war wirklich zu stark. Wir werden es nie erfahren und letztlich war es auch egal, denn die Rundfahrt mit dem Hotelbus durch Dalmatien war im Rückblick auch eine feine Veranstaltung. Den ersten Fotostopp legten wir oberhalb von Trogir ein und Ivo erklärt uns die Kulisse. Auf der Nationalstraße 58 gehts dann weiter durch die Berge Richtung Šibenik. Nach geschmeidigen 50 Kilometern rollen wir in Šibenik ein und verkrümeln uns in die historische Altstadt mit ihren schmalen Gassen, Kirchen und Palästen aus dem Mittelalter. Šibenik wird auch gerne als "Stadt der Treppen" bezeichnet. Um die 2.000 soll es in der Altstadt geben und wenigstens die Hälfte davon lag auf unserem Weg. Was solls, wir zeigen Härte und nehmen die Herausforderung an. Und natürlich dachten wir bei der Hitze auch an unseren Flüssigkeitshaushalt, der ab und an nach Elektrolyten aus der Dose oder Flasche dürstete. Nach dem erweiterten Rundgang war es dann aber auch gut und wir platzierten uns wieder im klimatisierten Hotelbus. Jetzt stand uns der Sinn nach baden. Natürlich hatte Ivo eine Strandempfehlung parat und bugsierte uns postwendend nach Primošten. Ein Traum! Der Strand war fast leer, im Kiosk gab es eiskaltes Pils und das Wasser war kristallklar. Wir erfrischten uns in der Adria und nahmen im Anschluss das letzte Highlight für heute in Angriff: Auf nach Trogir mit seiner herrlichen Altstadt. Wir schlenderten entspannt durch die alten Gassen, die von Renaissance-, Barock- und Romanikgebäuden gesäumt sind. OK, Haken ran! In der "Konoba Intrada" in Kastel Novi, die wiederum einem anderen Kumpel von Ivo gehört, ließen wir den Tag entspannt und stilvoll ausklingen. Gute Nacht Bikerteam!

Blick auf die Una im Una-Nationalpark in Bosnien-Herzegowina.

Kurze Rast am Fuße des Gebirgszuges Plješevica Richtung Bosnien.Mittwoch, 12.06.2024: In gewohnter Truppenstärke kaperten wir das Frühstück und zahlten im Anschluss die Spesenrechnung der letzten beiden Tage. Ein Gruppenfoto später sitzen wir bereits wieder im Sattel und verlassen das Hotel As in Split. Unsere heutige Tour bringt uns über 243 Kilometer an die berühmten Plitvicer Seen in der Landesmitte Kroatiens. Direkt nach dem Tourenstart beamten wir uns hinauf hinter die steil aufragenden Küstenketten der Dinariden und folgen der Nationalstraße 56 am Südrand des Svilaja-Gebirges. Über Gradac kommen wir späater nach Knin. Hier im Gebiet um Knin im Hinterland Norddalmatiens wohnten einst mehrheitlich Serben. 1991 riefen sie die Republik Serbische Krajina aus und vertrieben fast alle Kroaten. Nach der Operation Oluja, die mit dem Sieg der Kroaten endete, wurde die Krajina 1995 wieder Teil Kroatiens. Wie auch immer, Krieg ist scheiße und es gibt keine Sieger. Wer will, kann sich ein eigenes Bild über die mittlerweile gut dokumentierten Jugoslawienkriege in den 90er Jahren erarbeiten. Für uns war es jedesmal ein ungutes Gefühl, wenn wir während dieser Bikertage mit Brennpunkten dieser schlimmen Zeit konfrontiert wurden. Zurück aufs Krad: Bei Otric verlassen wir die Nationalstraße D1 nach Norden in Richtung Bosnischer Grenze. Am Fuße des Gebirgszuges Plješevica war es ganz schön kalt und wir krabbelten in die wasserdichten Gummipullis. Im Nachhinein sollte sich das als eine weise Entscheidung erweisen. Auf leeren Straßen brettern wir den Wolken entgegen. Entvölkerte Dörfer mit kaputten Häusern säumen unseren Weg; der Höhepunkt war ein zerstörtes Artilleriegeschütz hinter dem Straßenrand. Kurze Zeit später stehen wir am HR-BIH Grenzübergang Užljebić nördlich von Nebljusi. Nach der vorerst letzten Einreise nach Bosnien fahren wir talwärts in Richtung Bihać und streifen den Una-Nationalpark mit seinen imposanten Blicken auf die wilde Una. Die nächste größere Ortschaft ist Bihać. Die 40.000 Einwohner zählende Stadt im äußersten Nordwesten des Landes war im Bosnienkrieg UN-Schutzzone und der Name seither in meinem Gedächtnis verankert. Von Bihać ist es nur noch eine knappe Stunde bis an unser Tagesziel, die "Pansion Danica"  in Rastovača an den Plitvicer Seen. Wir haben Hunger, Durst und jede Menge zu erzählen. Ab ins benachbarte Restaurant Antemorale, wo der Tag seinen verdienten Ausklang fand. +++

Im Nationalpark der Plitvicer Seen in Kroatien.Im Nationalpark der Plitvicer Seen in Kroatien.Donnerstag, 13.06.2024: Wir schreiben Donnerstag, den 13. Juni. Heute ist unser letzter Ruhe- oder besser "motorradfreier" Tag. Die Bezeichnung Ruhetag ist nicht zutreffend, denn wir waren am Ende des Tages aktiver denn je. Egal, wir wollen heute den Nationalpark Plitvicer Seen besuchen. Wir sind gespannt auf die zahlreichen Wasserfälle, die sich durch teils atemberaubende Natur ihren Weg durch die einzigartige Karstlandschaft gesucht haben. Auf gehts! Das einzige, was überhaupt nicht gepasst hat, war das Wetter. Der Regen blieb uns auch über die Nacht erhalten und so starten wir zur feucht-fröhlichen Wanderung zum Haupttor des Nationalparks. Mit 50 Euro ist man gern gesehener Gast und die Drehtüre öffnet sich. Recht happiger Eintritt, aber ist nun mal so. Auf steilen Wegen aus rutschigen Karstkieseln und über wackelige Holzstege stolpern wir durch den Nationalpark und sind wie die runde Million anderer Besucher schwer begeistert von dieser Naturschönheit. Der Regen am heutigen Wandertag war dann doch nicht so schlecht, denn er hat die riesige Schaar von Schönwettertouristen, die Insta- und TikTok-Blödies und vor allem die Selbstdarstellungs-Spinner ferngehalten. Dafür sind wir doch gerne nass geworden. Übrigens wurden hier an den Plitvicer Seen viele Szenen aus den berühmten Winnetou-Filmen der 1960er Jahre gedreht. Nach runden 6 Stunden und knapp 10 Kilometern sind wir soweit durch mit der Besichtigung. Kulturell völlig überladen ist es nun Zeit für den Rückzug! Den Abend verbrachten wir wieder im Restaurant Antemorale, wo wir sehr gut speisten und es erneut geschafft haben, das Bierfass zu leeren. Zwei Abende Bikerteam - zwei leere Fässer! Mehr gibts nicht zu sagen, Gute Nacht +++

 

     
Tourentag 11: 11.06.2024 Tourentag 12: 12.06.2024 Tourentag 13: 13.06.2024
Dalmatien - Rundfahrt Split - Rastovača Plitvicer Seen

 

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Start in Zschopau bei fragwürdigem Wetter :)Im historischen Zentrum der mährischen Stadt Znaim (Znojmo, CZ)Sonnabend, 01.06.2024: Die Bikertage 2023 liegen gefühlte drei Wochen zurück und ratz fatz stehen wir schon wieder am Start zur aktuellen Jahrestour. So ein Jahr ist eben nix mehr wert! Egal Freunde, es geht los zur 16-tägigen Jubiläumstour 2024 unter dem Motto "25 Jahre Bikerteam". Das Ziel ist der Süden Montenegros, von dem uns knapp 2.000 Kilometer trennen. Das Gros der Truppe trifft sich bei Roberto in Marienberg zum offiziellen Tourauftakt. Bis auf das Wetter passt alles und wir starten unter Vollschutz und trotzdem mit bester Laune in den vorerst regnerischen Tag. Vor uns liegen 404 km durch Böhmen und Mähren. Wir hoffen, am frühen Abend im südmährischen Znaim (Znojmo) anzukommen. In Leitmeritz (Litoměřice) an der Elbe trafen wir uns mit Olli und sind nun komplett für die kommenden 2 Wochen. Aus der trüben Aussiger Region kommen wir schließlich in die Metropolregion Prag, wo wir fast in Starkregen und Verkehrschaos versanken. Ohne Navi am Lenker wären wir wohl das eine oder andere Mal falsch abgebogen... Also besten Dank an das edle Teil! Je weiter Prag hinter uns liegt, umso besser wird das Wetter. Und tatsächlich verziehen sich die Regenwolken und machen Platz für die Sonne, die uns die restlichen 200 Kilometer durch die Südmährische Region bis nach Znaim begleitet hat. Wie erhofft, stoßen wir gegen 17 Uhr ins historischen Zentrum der 34.000 Einwohner zählenden Stadt vor und sind vom Ambiente rings um den Marktplatz angenehm überrascht. Im Hotel "ČERNÝ MEDVĚD" - also dem "Schwarzen Bären", wurden wir herzlich empfangen und konnten die Bikes im verschlossenen Hinterhof einstellen: Grandios! Was nun folgte, war ein sehr angenehmer und langer Abend mit böhmischen Speisen und Bierspezialitäten aus der Region. Bis morgen!

Im Zentrum von Marburg (Maribor) in Slowenien

Am Ufer der Drau in Marburg (Maribor) SlowenienSonntag, 02.06.2024: Wir starten gegen 10:30 in Znaim zur 357 km langen Tagestour nach Marburg (Maribor) in der historischen Region Untersteiermark, die sich im heutigen Slowenien befindet. Bei Kleinhaugsdorf überqueren wir die Grenze von Tschechien nach Niederösterreich und folgen dem Verlauf der B303 Richtung Guntersdorf. Über die Rosenbrücke bei Tulln überqueren wir die Donau und kommen später nach Judenau mit seinem sehenswerten Schloss. Zeit für die Besichtigung haben wir leider nicht, denn wir wollen in den Wienerwald westlich von Wien. Wir sind erfreut über einige Kurven und Kehren, die wir dankend annehmen. Nach den südlichen Ausläufern des Wienerwalds und den Gutensteiner Alpen erreichen wir das Tal der Schwarza bei Neunkirchen. Im Westen der Semmering und im Osten schon Ungarn. Wir fahren weiter nach Süden und befinden uns nun schon in der nördlichen Steiermark. Der Himmel war reichlich kontrastiert und natürlich gab´s noch die eine oder andere kurze Dusche. Egal, gejuckt hat uns das nicht mehr. Der Grenzübergang bei Spielfeld war dann auch das letzte Hindernis auf dem Weg zu unserem Tagesziel in Marburg an der Drau. Am späten Nachmittag erreichen wir unsere B&B Pension "Fani&Rozi" direkt am Ufer der Drau. Die Bikes parken in der benachbarten Tiefgarage und wir genießen die Abendsonne mit Blick auf die Drau. Den Abend verbrachten wir im historischen Zentrum von Maribor und erkunden die gastronomischen Höhepunkte in Sloweniens zweitgrößter Stadt. Gute Nacht!

Blick auf das Vrbas-Tal in Bosnien-HerzegowinaJajce in Bosnien-Herzegowina: Pliva Wasserfall in den VrbasMontag, 03.06.2024: In der Nacht begann es erneut zu regnen und von Sonne war an diesem Morgen weit und breit nichts zu sehen. Egal: Ab in die Gummipullis und raus an die frische Luft. Wir verlassen Maribor nach Südosten. Das Ziel für heute ist die Stadt Jaice in Bosnien-Herzegowina. Wir freuen uns auf 382 spannende Kilometer und hoffen auf ein wenig Sonne. Wir streifen Ptuj, das frühere Pettau. Sloweniens älteste Stadt liegt eingebettet zwischen Weinbergen und der Drau und wird von einem Schloss überragt. Die Slowenisch-Kroatischen Grenze überqueren wir bei Zlogonje in der Region Varazdin im bergigen Norden Kroatiens. Es will heute einfach nicht mehr hell werden. Bei Zagreb braute sich das nächste Unwetter zusammen und wir änderten den Tourenplan: Ab auf die Autobahn 3 und volle Pulle Richtung Bosnien. Bei Novska verließen wir die Autobahn und kommen bei Jasenovac an die kroatisch-bosnische Grenze. Nach einer ungewohnt genauen Einreisekontrolle sind wir nun in Bosnien-Herzegowina, genauer gesagt in der autonomen Republika Srpska: Bikerteam-Premiere! Der Regen treibt uns bei Gradiska auf die Autobahn Richtung Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Nach den Nahkampfszenen in der Rush Hour von Banja Luka kommen wir ins tief eingeschnittene Tal des Flusses Vrbass. Wir genießen die Kurven mit überhängenden Felsen und die Blicke auf den Vrbass, der bei Dabrac angestaut wird. Nach Mrkonjic Grad mit seiner sehenswerten Serbisch-orthodoxen Kirche und den Minimühlen "Mlinčići" mitten im Pliva-Fluss erreichen wir unsere Unterkunft "Konoba Slapovi" oberhalb der Pliva. Kurz gesagt genial!

 

 

     
Tourentag 1: 01.06.2024 Tourentag 2: 02.06.2024 Tourentag 3: 03.06.2024
Erzgebirge - Mähren (CZ) Mähren (CZ) - Maribor (SLO) Maribor (SLO) - Jaice (BIH)

 

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Am Stadttor von Cividale del Friuli in Italien.Blick auf die historische Altstadt von Cividale del Friuli.Freitag, 14.06.2024: Heute nun beginnt unsere eigentliche Rückfahrt, die wir aber nicht so bezeichnen wollen. Die kommenden beiden Tage haben wir in astreine Touren gepresst, denn wir wollen neben unserem Spaß auch noch jede Menge Landschaften sehen und natürlich die gemeinsame Zeit auf den Bikes genießen. Schon aus diesem Grunde verbietet sich die Bezeichnung "Rückfahrt"... Bei blauem Himmel und 18 Grad verlassen wir unsere "Pansion Danica" in Rastovača und starten nun in die 325 Kilometer lange Tagestour, deren Ende im italienischen Cividale del Friuli geplant ist. Die ersten Leckerbissen für heute waren die schnelle Nationalstraße Richtung Grabovac und die kurvenreiche Bergstraße zwischen Poljanak und Saborsko an den nordöstlichen Ausläufern des Kapela-Gebirges. Nach Plaski in der Region um Ogulin kommen wir auf der D42 ins Dobra-Tal Richtung Vrbovsko. Bei diesem Traumwetter eine absolute Fahrfreude. Heute wird mal wieder Motorrad gefahren: Die Straßen sind trocken, der Asphalt meist griffig und wir können unsere Kälber austreiben. Darauf haben wir seit zwei Tagen gewartet. Nach Brod Moravice kommen wir ins Grenzgebiet zwischen Kroatien und Slowenien. Wir fahren durch das Tal der Kupa, eine herrliche Kulisse. Später mündet die Kupa in die Čabranka, die auf dem größten Teil ihres Laufs die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien bildet. Bei Čabar winden wir uns durch die Serpentinen am Tropetarska stijena hinauf und kommen an die Grenze HR-SLO bei Prezid. Ab jetzt heizen wir durch Westslowenien, genauer gesagt durch die Notranjska, dem grünen Herz Sloweniens. Durch die flinken Kurven der Nationalstraße 102 fahren wir hinab nach Idrija in der Region Primorska. Wir folgen dem Idriatal und kommen schließlich nach Most na Soči bzw. Santa Lucia am Isonzo. Wir fahren weiter in Richtung Kobarid und verlassen in Idrsko das Sočatal in die Serpentinen der Regionalstraße 903 hinauf nach Livek. Einige Kurven später überqueren wir die unscheinbare Grenze nach Italien. Benvenuto in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes. Über die wohlingende "Strada Turistica di Montemaggiore" rollen wir aus den Julischen Alpen talwärts in die Provinz Udine. In Cividale del Friuli, einer Kleinstadt direkt am Fuße der Berge, haben wir gebucht und erreichen unsere Unterkunft gegen 17 Uhr. Nach dem ersten Durst vertraten wir uns die müden Bikerwaden in der historischen Altstadt. Gespeist wurde in der Pizzeria "Al Duca" am Marktplatz, bevor wir in der Bierbar neben unserer Pension eine letzte Zuflucht fanden. Gute Nacht!

 

Pause nach der Sella Carnizza im Resiatal Richtung Moggio UdineseFriaul-Julisch-Venetien: Wegweiser zur Sella Carnizza und ins Uccea-Tal.Sonnabend, 15.06.2024: Die vorletzte Tour der Bikertage 2024 bringt uns heute auf spektakulären 332 Km über den Alpenhauptkamm nach Bischofshofen im Salzburger Land (A). Nach einem sensationellen Frühstück auf der Terrasse des "Secondo Piano" verließen wir gegen 10:30 Uhr Cividale del Friuli nach Norden in die Ausläufer der Julischen Alpen. Das Blau des Morgens war längst Geschichte und der Himmel lag in dichten Wolken. Wir rechneten jederzeit mit Regen, hatten aber heute großes Glück: Entweder waren wir vor oder hinter den Regengebieten und die Gummipullis konnten in den Packtaschen bleiben. Nach den Orten Faedis und Nimis kommen wir über kleine Bergstraßen nach Torlano di Sopra, einer kleinen Gemeinde in den Julischen Voralpen. Wir folgen der SP38 Richtung Monteaperta und weiter bis Vedronza. An der Regionalstraße 646 liegt auf 870 Höhenmetern der zahme Passo Tanamea, der seine echt spektakuläre Verlängerung nach Norden in der Sella Carnizza findet. Hier folgt wirklich Kurve auf Kurve und man sieht fast nichts auf dem Weg vom Uccea- ins Resiatal. Einige Kehren sind mit neuem Asphalt versehen, andere wirken naturbelassen. Ohne Aha-Momente erreichen wir das Resia-Tal und ziehen auf der Provinzstraße 42 weiter in Richtung Moggio Udinese. Vom Fellatal biegen wir in das Tal der Aupa mit seinen canyonartigen und steilen Felshängen. Wir schwingen nun hinauf zur 1.066 Meter hohen Sella di Cereschiatis und wieder hinab nach Pontebba im Kanaltal. Hier beginnt die Südrampe des Passo Promollo, der auf 1.530 Höhenmetern die Karnischen Alpen überwindet und als Nassfeldpass im Kärntner Gailtal endet. Über Tröpolach und Hermagor blasen wir durchs Gailtal nach Sankt Stefan, wo wir nordwärts in die Kreuzner Landesstraße nach Feistritz an der Drau abbiegen. Vorbei am Millstädter See und durch Bad Kleinkirchheim an der B88 kommen wir schließlich an die Turracher Höhe in 1.795 Metern über dem Meer. Durch die Gurktaler Alpen rollen wir nach Tamsweg im Murtal und pflügen weiter auf der Katschbergstraße hinauf zum Radstädter Tauernpass auf 1.738 Metern über dem Meer. Nach Hüttau im Pongau kommen wir schließlich ziemlich geschlaucht in Bischofshofen an. Wir ankern im Parkhaus von „Harrys Home“ und sind reif für die Abendbespaßung. Auf uns!

Blick aus dem Hotel in Bischofshofen (Österreich).Auf der Brücke über die Salzach Richtung BurghausenSonntag, 16.06.2024: Wir schreiben Sonntag, den 16. Juni. Nach der gestrigen Entgleisung im Gasthof "Alte Post" haben es alle an die Tische zum späten Frühstück geschafft. Wir hatten glücklicherweise die letzte Ausfahrt genommen, ansonsten wäre die heutige Rückfahrt ausgefallen. Egal. Nach dem Frühstück und der erstmaligen Bedienung durch einen Roboter packten wir zum letzten Mal die Alutröge und starten gegen 10 Uhr in die über 500 Kilometer lange Tour zurück nach Deutschland. Ab jetzt hat jeder 8 Stunden Zeit für die Dekompression ins normale Leben. Mit etwas Wehmut verlassen wir Bischofshofen und folgen dem Salzachtal. Der Blick fällt auf die Burg Hohenwerfen am Rande des Tennengebirges. Über Golling an der Salzach kommen wir nach Salzburg. Dort wird getankt, bevor es weiter Richtung Norden nach Burghausen geht. Wir sind nun in Bayern und fahren auf der A94 und der B299 der nächsten Station Landshut entgegen. Hier wechseln wir auf die B15n, die bei Saalhaupt in die A93 nach Regensburg mündet. In Mitterteich-Süd in der Oberpfalz war es jetzt Zeit für das offizielle Ende der Bikertage 2024. Wir verabschieden uns voneinander und hoffen auf glücklichen Heimflug: Ab hier freie Jagd in die jeweilige Himmelsrichtung! Was für eine unfassbar geniale Zeit liegt hinter uns. Getreu unserem Motto TRÄUME ERFAHREN hatten wir auf 3.985 Kilometern 16 Tage Fahrfreude und Erlebnisse, die Ihresgleichen suchen. Die Jubiläumstour "25 Jahre Bikerteam" ist Geschichte. Wir sehen uns wieder. Bis dahin sagen wir: Ciao Ciao und Glück Auf!

     
Tourentag 14: 14.06.2024 Tourentag 15: 15.06.2024 Tourentag 16: 16.06.2024
Rastovaca - Cividale (I) Cividale - Bischofshofen (A) Rückreise A - D

 

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Pause in Böhmen kurz vor dem Grenzübergang Furth im Wald (Obf.)Erste Station in Unterwössen im Chiemgau in BayernSonnabend, 21.06.2025: Nach den ersten Benzingesprächen in Gottesgab waren die Köpfe erstmal leer geplaudert und wir konzentrieren uns auf den weiteren Tag. Vor uns liegen 437 Kilometer durch Böhmen, den Bayerischen Wald und Oberbayern. Am Abend wollen wir in den Chiemgauer Alpen, genauer gesagt in Unterwössen sein. Wir verlassen Gottesgab (Bozi Dar) am Keilberg und kommen auf der Staatsstraße 25 talwärts nach Sankt Joachimsthal in der Karlsbader Region. Südlich von Karlsbad (Karlovy Vary) befindet sich das Tal der Tepl, dessen einst wilder Fluss erst 1935 durch den Bau der Talsperre Pirkenhammer gezähmt wurde. Über Becov nad Teplou (Petschau) und Mnichov (Einsiedel) kommen wir in die Gegend um Marienbad und weiter nach Westböhmen. Bei Furth im Wald überqueren wir die böhmisch-bayerische Grenze und sind nun mitten im Bayrischen Wald, genauer gesagt im Landkreis Cham in Ostbayern. Auf der sehr gut ausgebauten B20 machen wir einige schnelle Kilometer und kommen an die Donaubrücke bei Straubing. Hier am 49. Breitengrad verläuft der sogenannte Weißwurstäquator, der Altbayern vom Rest Deutschlands trennt. Tatsächlich ticken die Uhren hier im Süden Bayerns anders und die liebliche Landschaft des Alpenvorlandes rings um den Chiemsee tut ihr übriges. Wir genießen das letzte Viertel der heutigen 1. Tagestour und kommen unserem Ziel immer näher. Gegen 17 Uhr erreichen wir schließlich Unterwössen im Achental. Hier befindet sich der Landgasthof Gabriele, unser erstes Quartier der Bikertage 2025. Komplett unterhopft freuen wir uns auf den ersten gemeinsamen Abend. Bis morgen!

Am Ende der Alpen in Maniago (Region Friaul-Julisch Venetien)

In Cortina d’Ampezzo (Provinz Belluno in Venetien)Sonntag, 22.06.2025: Unter blau-weißem Himmel starten gegen 10:30 in Unterwössen zur 332 km langen Tagestour nach Maniago in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Nach den ersten zarten Kurven der B305 Richtung Bergdorf Reit im Winkl haben wir und die Bikes Betriebswärme und erhöhen die Drehzahl. Wir überqueren die Landesgrenze von Bayern nach Tirol und sind nun auf der B176 im Leukental zwischen Kössen und St. Johann in Tirol. Über die unspektakuläre Nordrampe kommen wir an den 1.274 Meter hohen Pass Thurn in den Kitzbüheler Alpen. Nach der Passhöhe gehts weiter über die herrlich ausgebaute Südrampe mit Panoramablick hinab ins Salzachtal im Pinzgau. Direkt in Mittersill im Salzachtal beginnt die 36 Kilometer lange Felbertauernstraße ins Osttiroler Matrei. Unter dem Alpenhauptkamm verbindet der über 5 Kilometer lange Felbertauerntunnel die Länder Salzburg und Tirol, für dessen Passage pro Krad 12 Euro fällig werden. Ein paar Kilometer südlich nach Matrei beginnt das Defereggental. Es zieht sich von Ost nach West über 35 Kilometer durch nahezu unberührte Natur. Am Ende des Tals gibt es über den Staller Sattel eine waghalsige Verbindung ins Südtiroler Antholz, unserem nächsten Ziel. Nach einer verwegenen Fahrt kommen wir auf den 2.052 Meter hohen Staller Sattel, dessen Abfahrt nach Südtirol durch eine Ampel geregelt wird. Am 21. Juni 2000; also fast genau vor 25 Jahren, waren wir zuletzt hier oben. Meine Fresse, lange her! Nach Antholz kommen wir ins Pustertal und verlassen dieses in Toblach in die SS51. Die Drei Zinnen und den Misurinasee lassen wir links liegen und fahren über den 1.809 Meter hohen Passo Tre Croci, dessen Südrampe in Cortina d'Ampezzo endet. Weiter südlich kommen wir ins Cadore-Tal und weiter nach Longarone im Tal der Piave, wo wir uns an die rasante Auffahrt hinauf nach Erto machen. Nach dem alten Vajont-Stausee, Erto und Cimolais kommen wir schließlich nach Maniago am Südrand der Alpen. Durst ist schlimmer als Heimweh und uns wird augenblicklich geholfen! Gute Nacht

Das komplette Bikerteam in Rovinj (Istrien, Kroatien)Blick zur malerischen Altstadt von RovinjMontag, 23.06.2025: Nach dem Frühstück starten wir in den dritten Tourentag, der uns über 260 km vom Friaul nach Rovinj auf der kroatischen Halbinsel Istrien  bringen wird. Wir freuen uns auf eine Fahrt durch uns bislang unbekannte Landstriche Italiens und Kroatiens. Wir verlassen Maniago am Fuße der Alpen nach Südosten. Bei Splimbergo kommen wir an den Tagliamento; einen der letzten Wildflüsse der Alpen. Trotz seiner 170 Kilometer Länge wird das riesige Flussbett bereits hier nur noch von einem Rinnsal durchflossen. Es fehlt einfach der Schnee in den Bergen. Wir erreichen Udine, das historische Zentrum des Friaul. Mit knapp 100.000 Einwohnern ist Udine nach Triest die zweitgrößte Stadt der Region und durch den riesigen Dom sowie die historische Altstadt weithin bekannt. Merken für später! Nach einer angenehmen Fahrt durch die hügelige Landschaft des Collio kommen wir nach Gorizia an der Grenze zu Slowenien. Das frühere Görtz liegt am Fluss Isonzo und hat um die 34.000 Einwohner. Wein- und Obstbau bestimmen die Region Primorsko, die sich über Teile Sloweniens bis hinein nach Kroatien erstreckt. Die Landschaft ist angenehm hügelig, die Straßen sind kurvenreich und wir frohlocken unter den Helmen. Bei Socerga wechseln wir von Slowenien nach Kroatien und lassen die Bikes durch die einsamen Kurven in Richtung Pazin im Herzen Istriens tanzen. Eine Stunde später rollen wir an die Promenade der idyllischen Hafenstadt Rovinj an der Westküste Istriens. Die Luft ist heiß und feucht - wir wollen nur noch raus aus den Kombis und vom Durst hat noch gar keiner geredet. Also Blitz Check-In im Hotel Tramonti und natürlich parken die Bikes am Eingang zur Lobby. Wir freuen uns auf einen feinen Abend!

 

 

     
Tourentag 1: 21.06.2025 Tourentag 2: 22.06.2025 Tourentag 3: 23.06.2025
Erzgebirge - Unterwössen Unterwössen - Maniago (I) Maniago (I) - Rovinj (HR)

 

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