Blick vom Balkon des Hotel Punta in Veli LošinjBlick auf den neuen Hafen und die Bucht von Veli LošinjDienstag, 24.06.2025: Gestern Abend waren wir einmal mehr etwas übermotiviert. Umso gedämpfter war der Start in den neuen Tag, der mit einem angemessenen Frühstück begann. Aber die Handgriffe sitzen und wir kommen schnell wieder zurück in die Normalspur. Unsere Zeit im schönen Rovinj war viel zu kurz und wir verlassen den Küstenort mit dem knallharten Versprechen, wiederzukommen. Die Zeit vergeht im Fluge und wir sind nun bereits an unserem vierten Tourentag. Am Nachmittag wollen wir in Veli Lošinj auf der gleichnamigen Insel sein. Vor uns liegen schmale 170 Kilometer inklusive einer Fahrt mit der Fähre. Los geht’s! Nach dem schon wieder ganz schön schwül-warmen Start in Rovinj kommen wir nach Barban hoch über dem Rasa-Tal im östlichen Istrien.Hier mündet unsere Landstraße in die überregionale D66, die uns über Plomin und Zagorje zum Fährhafen Brestova bringen wird. Das nächste Highlight ist das Kap Fianona hoch über der Kvarner Bucht am Fjord von Plomin. Nach einer Pause am Kap mit dem leider geschlossenen Panorama-Hotel Flanona folgen wir dem kurvenreichen Verlauf der D66 bis zum Abzweig nach Brestova. Ab hier geht’s über 300 Meter hinunter zum Fährhafen, wo die Fähre nach Porozina bereits auf uns wartet. Gegen 13 Uhr legen wir ab zur 5 Kilometer langen Kreuzfahrt hinüber nach Porozina auf der Insel Cres. Nach einer halben Stunde rollen wir von Bord und fahren auf der Inselstraße D100 weiter Richtung Richtung Südwesten. Nach einer herrlichen Panoramafahrt kommen wir an die Inselhauptstadt Cres, die wir östlich schneiden, um dann weiter nach Osor, einem kleinen Ort im Südwesten von Cres, zu fahren. Hier verbindet eine Drehbrücke die Inseln Cres und Losinj, deren natürliche Landverbindung bereits in der Antike durch einen Kanal getrennt wurde. Am frühen Nachmittag kommen wir über das größere Mali Lošinj ins verträumte und viel kleinere Veli Lošinj, unserem heutigen Tagesziel. Wir logieren am Ortsrand in der herrlichen Hotelanlage "Punta" direkt an der Adria. Den Tag beschließen wir in der hervorragenden Konoba Ribarska Koliba am Neuen Hafen in Veli. Morgen ist Ruhetag - Darauf!

Am malerischen neuen Hafen in Veli Lošinj

Blick auf die Rovenska-Bucht in Veli LošinjMittwoch, 25.06.2025: Heute ist Ruhetag im Team. Wir haben uns einen Tag Urlaub vom Urlaub verdient und wollen uns, so gut es geht, treiben lassen. Geplant ist die Besichtigung von Veli Losinj und eine kleine Wanderung zur Rovenska-Bucht und zur Mole. Doch zunächst nehmen wir das alte Veli genauer unter die Lupe. Der 900 Einwohner zählende Ort liegt in einer engen Bucht auf der südöstlichen Seite der Insel zu Fuße des Berges Sv. Ivan. Man lebt hier vom Tourismus und ist stolz auf seine reine Luft und das kristallklare Wasser. Die heilklimatischen Bedingungen der Insel begünstigten Veli Losinjs zeitigen Aufstieg zum Kurort für verschiedenste Lungenkrankheiten. Aber auch sonst ist der gesamte Ort eine einzige Augenweide. Die Häuser sind hergerichtet und die Straßen und Wege gepflegt. Es wirkt nichts aufgesetzt, die Leute sind freundlich und der sonst übliche Urlaubsstress fehlt in Gänze. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir die malerische Rovenska-Bucht rund um den alten Hafen. Hier geht es nochmal einen Zacken entspannter zu und wir sind einfach nur begeistert. Nach dem Marsch entlang der Bucht inkl. der 260 Meter langen Mole fanden wir uns zum Elektrolyte auffüllen an der Biertanke am Kieselstrand wieder. Die elementaren Überlebensfunktionen sind wieder hergestellt und wir flanierten auf dem bereits zu Kaisers Zeiten angelegten Küstenwanderweg zwischen der Rovenska-Bucht und dem neuen Hafen in Veli. Nach dem bad im Meer verbrachten wir den Abend in unserer Lieblingskonoba am neuen Hafen. Bis morgen!

Sonnenaufgang an der AdriaIm Hafen von Merag auf der Insel LošinjDonnerstag, 26.06.2025: Nach einem traumhaften Ruhetag in Veli geht es heute wieder scharf. Die Motorräder vor der Lobby und Schatten beim beladen – Oberklasse! Nun heißt es Abschied nehmen. Wir verlassen das Hotel Punta und damit auch Veli Lošinj. Unsere Zeit hier war zwar ziemlich kurz, aber wir haben das Beste aus diesem Tag gemacht. Heute schippern wir wieder auf das kroatische Festland und fahren weiter bis nach Slowenien. Von unserem Ziel Tschernembl in der Mitterkrain trennen uns 245 Kilometer Landstraße. Über Mali Lošinj kommen wir wieder nach Osor und wechseln über die Drehbrücke die Inseln. Wir sind nun wieder auf Cres und ziehen unsere Bahn über leere Straßen. Wir haben im Angesicht der vergangenen Tage ein breites Grinsen im Gesicht und hoffen, dass es so oder so ähnlich die kommenden Tage weitergeht. Nördlich von Cres biegen wir von der D100 nach Osten Richtung Merag ab. Hier fährt in einer Stunde unsere Fähre nach Valbiska auf der Insel Krk, die wir auf keinen Fall verpassen dürfen. Die Fähre erreichten wir pünktlich und nach 45 Minuten sind die knapp 8 Kilometer zwischen Cres und Krk überwunden. Nach der ziemlich vollen Inselhautstadt Krk und nach der Bucht von Punat wird nun endlich wieder Motorrad gefahren. Wir spannen den Hahn und lassen die Bikes über die kleinen Landstraßen Richtung Norden fliegen. Bei Omischal stoßen wir auf die Krker Brücke. Sie verbindet seit dem Juli 1980 die Insel Krk mit dem Festland und ist insgesamt 1,5 Kilometer lang und um die 67 Meter hoch. Wir fahren über das gewaltige Bauwerk und sind erstaunt, dass für die Überfahrt seit dem Juni 2020 keine Maut mehr erhoben wird. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Gleich nach der flachen Küstenregion schrauben wir uns hinauf ins Risnjak-Gebirge. Die Straßen sind breit und die Kurven griffig; wir befinden uns im Gorski Kotar, dem grünen Herzen Kroatiens. In Brod na Kupi überqueren wir die Grenze ins slowenische Petrina in der Region Dolenjska oder besser Unterkrain. Nach ein paar Kilometern ohne Asphalt - in den Bergen Sloweniens nicht ungewöhnlich - kommen wir bei Doblicka Gora wieder auf die D217 und sind wenige Kilometer später am heutigen Tagesziel in Črnomelj. Jetzt noch einparken, abladen und dann Zisch!

 

 

     
Tourentag 4: 24.06.2025 Tourentag 5: 25.06.2025 Tourentag 6: 26.06.2025
Rovinj - Veli Lošinj Ruhetag Veli Lošinj Lošinj - Črnomelj (SLO)

 

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Burg Wördl (Grad Otočec) an der Krainer Gurk (Krka) In den Steiner Alpen am Paulitschsattel (SLO - A)Freitag, 27.06.2025: Heute starten wir ohne Sonne in den neuen Tag - ein Novum der aktuellen Tour. Gegenüber am Grill dreht sich ein Schwein und der Duft zog durch die Nasen; was für ein göttlicher Anblick! Unser Tagesziel Klagenfurt in Kärnten ist anspruchsvolle 270 Kilometer entfernt und wir sollten jetzt abfahren. Wir rollen durch die sanfte Hügellandschaft der Weißkrain und kommen über Gradac nach Semitsch. Diese malerische Gegend wird von Karstbergen, Weinbau und Wäldern geprägt. Wir streiften Neustadl (Novo Mesto) und werden später an der Krka zu einer Kulturpause gezwungen, denn auf einer kleinen Insel inmitten des Flusses steht die Wasserburg Wördl. Nach der Weißkrain sind wir nun in der Unteren Krain (slow. Dolenska) und fahren über Stara Bucka in die nächste größere Stadt Sevnica. Das frühere Lichtenwald liegt direkt am Flusslauf der Sava, dem wir folgen und in das als Savinja-Hügelland bezeichnete Mittelgebirge in der historischen Region der Untersteiermark kommen. Wir sind nun in den Slowenischen Voralpen und fahren das Tal der Savinja hinauf, die in den Steiner Alpen entspringt und Sloweniens sechstlängster Fluss ist. Und schon sind wir im Logartal und feilen den Paulitschsattel hinauf. Dieser verbindet auf 1.338 Metern Seehöhe die Untersteiermark in Slowenien mit Kärnten in Österreich. Die schmale Strecke ist wenig befahren und auch nur in den Sommermonaten geöffnet. Von der Kärntner Seite ergeben sich traumhafte Ausblicke auf die Gipfel der Steiner Alpen rund um den südlichsten Punkt Österreichs. Die Straße vom Paulitschsattel abwärts mündet im Vellachtal in die B82, die vom benachbarten Seebergsattel kommt. Nach Bad Eisenkappel verlassen wir die Berge und fahren durch das Rosental in Richtung Ferlach. Nach einer sinnbildlichen Durststrecke erreichten wir unsere Unterkunft am Stadtrand von Klagenfurt am Wörthersee. Die Bikes verschwanden in der Tiefgarage und wir im Hotel. Es gab viel zu erzählen und die ersten Notampullen wurden auf der Sonnenterasse des Hotels Trigon gelenzt. Am Abend zog es uns dann zum hervorragenden Poseideon-Griechen um die Ecke. Guten Nacht!

In Chlum u Třeboně am Hejtman-SeeIn Chlum u Třeboně (Chlumez) am Hejtman-SeeSonnabend, 28.06.2025: Heute war der Himmel besonders blau! Mit etwas Druck unter dem Helm rollen wir aus dem Parkhaus und starten in die vorletzte Tour der Bikertage 2025. Diese führt uns durch ganz Österreich und endet nach 362 Kilometern im südböhmischen Chlum u Třeboně. Wir verlassen Klagenfurt nach Nordosten und gurken gemütlich durch das Kärntner Gurktal Richtung Brückl. Bei Brückl bogen wir aus dem Gurk- ins Görtschitztal ein und fahren auf der B92 Richtung Eberstein. Knappenberg und St. Martin am Silberberg sind die nächsten Orte auf unserem Weg nach Neumarkt in der Steiermark. Hier beginnt die Auffahrt zum Perchauer Sattel, der auf einer Höhe von 995 Metern das Klagenfurter Becken mit dem oberen Murtal verbindet. Wir folgen der B317, die parallel zur Murtal-Schnellstraße verläuft, und verlassen diese bei Sankt Georgen in die alte Trasse der Triebener Bundesstraße. Nach der urigen Triebener Bundesstraße bretterten wir auf der Tauernstraße B114 das breite Tal der Pöls hinauf nach Hohentauern. Weiter gehts durch die Kurven der Landesstraße 713 hinunter nach Admont in der Obersteiermark, dem Tor zum Nationalpark Gesäuse. Auf der B115 durchstreifen wir das reizvolle Ennstal, um dann die Tour weiter nach Norden Richtung Grein fortzusetzen. Nach Grein im Mühlviertel verließen wir das Donautal. Für uns geht’s nun weiter auf der B119 in den Weinsberger Wald, der sich vom Mühlviertel im Nordosten Oberösterreichs bis zum Waldviertel im Westen Niederösterreich zieht und das größte geschlossene Waldgebiet von Österreich bildet. Nach Groß Gerungs und Weitra kommen wir nach Ceske Velenice, dem ehemaligen Bahnhof von Gmünd direkt an der böhmischen Grenze. Am späten Nachmittag erreichen wir Chlumetz in der Region Wittingau, die für ihre einzigartige Teichlandschaft und die Fischzucht bekannt ist. Wir haben Hunger und Durst - ideale Vorraussetzungen für einen böhmischen Abend im Freiluft-Restaurace am Hejtman-See. 

Abreise aus Chlumetz und Start der Rückfahrt nach Deutschland

Perfektes Frühstück im Imbiss am Hejtmann-See in ChlumetzSonntag, 29.06.2025: In Honzas Anglerbaude am Hejtman-See war leider kein Frühstück zu haben. Seine Empfehlung war ein kleiner Imbiss am See, in dem vor allem junge Studenten in den Semesterferien ihr Taschengeld aufbessern. Die beste Idee des Tages! Wir wurden wunderbar versorgt und die überaus nette Bedienung tat ihr übriges. Ein Frühstück, das keine Wünsche offen lies und an das wir noch lange zurück denken werden. Kurze Zeit später starten wir zum knapp 400 Kilometer langen Heimweg durch Süd-, West- und Nordböhmen. Das Wetter ist kurz gesagt Bombe und die Stimmung trotz des letzten Reisetages ungewöhnlich gut. Wir gleiten durch die sanfte Hügellandschaft des südböhmischen Beckens im Großraum Budweis. Die nächstgrößere Ortschaft ist Strakonitz in Westböhmen. Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, der Verkehr normal und die Landschaft abwechslungsreich. Die warme Luft zieht durch den Helm und über Horaschdowitz und Cernotin kommen wir in die Region Pilsen. Eigentlich eine Schande, an Budweis und Pilsen so emotionslos vorbeizufahren. Aber was sollen wir machen, die Tour ist am Ende, aber eigentlich wäre noch so viel zu entdecken. Na ja, ein anderes Mal! Nach der letzten Rast an der Staatsstraße 20 bei Pilsen geht’s nun an die nächsten knapp 100 Kilometer bis nach Gottesgab im böhmischen Erzgebirge. Hier endete dann auch unsere gemeinsame Tour und jeder machte sich an die letzten individuellen Kilometer. Neun unvergessliche Tage mit über 2.500 Tourenkilometern liegen hinter uns. Freuen wir uns auf die nächsten Touren und vor allem die kommenden Bikertage. Das wars für dieses Jahr, Ciao Ciao und Glück Auf. Euer Bikerteam!

 

     
Tourentag 7: 27.06.2025 Tourentag 8: 28.06.2025 Tourentag 9: 29.06.2025
Črnomelj (SLO) - Klagenfurt (A) Klagenfurt (A) - Chlum (CZ) Chlum (CZ) - Erzgebirge

 

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sk hladovkaWir hatten unsere grandiose Korsika-Tour aus dem Jahr 2013 noch nicht richtig verarbeitet, da kratzte schon das nächste Bikerjahr an der großen Planungstür. Zugegeben; kalt erwischt hat es uns damit nicht! Man hat ja immer mindestens zwei Hände voll mit Reisezielen und Ideen im Helmträger, die eigentlich nur auf ihre Chance warten, in eine richtige Tour eingebaut zu werden. Genauso war es auch im Dezember 2013, als wir aus eben diesem Fundus einige lang gehegte Ziele für unsere Reise durch den Osten und zurück entnommen haben. Diese waren unter anderem das Böhmische Mittelgebirge, die Beskiden, das Adler- und Altvatergebirge, die Hohe Tatra und der Karpatenbogen sowie auf dem Rückweg die Saarer Berge und der Lipno-Stausee im Böhmerwald. Kurz gesagt, ungefähr 3.200 km durch Tschechien, die Slowakei, Polen und die Ukraine wollen auf 10 anspruchsvolle Tourentage verteilt werden!

Dieses Grundgerüst an Zielen nun mit den Tagestouren auszubauen, war eine herrliche Aufgabe. Wir wälzten reichlich Landkarten (so richtige aus Papier), befragten diverse digitale Kartenanbieter und durchforsteten das restliche Internet nach brauchbaren Informationen. So langsam kamen wir unserem Ziel immer näher und am Ende ist eine hammergeile Tour herausgekommen. Den mittlerweile eskalierten Konflikt im Osten der Ukraine versuchten wir so gut es geht auszublenden. Jeder von uns machte sich trotzdem seine Gedanken darüber, aber diese gehören nicht hierher!

Wir erlebten auf unserer Reise durch den Osten fast ausnahmslos freundliche Menschen, denen wir stets offen entgegentraten und die diese Offenheit erwiderten. Sei es nur mit Gesten, Mimik oder bei zugegeben recht schwierigen Gesprächen. Englisch spricht von den Älteren fast keiner - eher noch Deutsch - und unsere Kenntnisse in slawischen Sprachen sind auch sehr übersichtlich sortiert! In der Ukraine jedoch nutzten uns die im Resthirn verbliebenen Russischfetzen aus der Schule. Jedoch sollten diese derzeit nur sehr gezielt und nach Preisgabe der eigenen Herkunft eingesetzt werden. Bei der Bewältigung der Einreiseformalitäten an der Grenze SK - UA hingegen öffnete unser Schulrussisch zuerst die Augen, dann das Herz und am Ende den Schlagbaum. Zufällig diente der Vater des obersten Grenzoffiziers einst in einem Sowjetregiment in der DDR und er selbst wurde in Dresden geboren. Unglaublich, aber war! Nach diesem Gespräch war ich zwar fast durchgeschwitzt, aber wir wurden alle mit Handschlag in der Ukraine begrüßt. Die Zollabfertigung und die Einreisekontrolle waren danach ebenfalls nur noch Formsache...

Das aber war nur eine Episode von vielen, die wir während dieser Reise erlebt haben - wenn auch eine sehr eindrucksvolle. Abschließend lässt sich sagen, dass wir mit der Idee einer Tour durch den Osten voll ins Schwarze getroffen haben. Der Ostwind pfiff uns durch Helm und Nase - wir sind uns sicher, dass es eines Tages eine Neuauflage dieser Runde geben wird. Dann natürlich für mindestens drei Wochen und mit dem Ziel Schwarzes Meer! Für dieses Mal soll es das aber gewesen sein.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der Reiseberichte und beim Anschauen der reichlichen Bilder in der Galerie!

 

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Am Scharmützelsee bei Wendisch-RietzBikertage 2018: Lange haben wir haben hin und her überlegt, wohin wir im Jahr 2018 fahren könnten. Österreich, Italien und der Süden sind raus - so viel stand schon mal fest. Tschechien geht ja eigentlich immer, aber da waren wir auch erst im letzten Jahr. Nach Frankreich gehts erst 2019 wieder und im Norden mit Skandinavien etc. ist es uns am Abend zu trocken (Insider wissen warum). Bliebe noch der (ganz) nahe Osten - warum eigentlich nicht! Slowakei? Nö, zuviel Bullerei. Ukraine? Eigentlich ja, aber kennen wir schon etwas, später wieder! Hmm - da wäre ja noch der große Nachbar in weiß-rot und das gesamte Baltikum - für uns bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte. Also schlug die große Stunde von Polen, denn der Weg ins Baltikum lässt sich wunderbar mit einer weitläufigen und umfangreichen Tour durch unser Nachbarland verbinden. Und schon standen die Ziele im wesentlichen fest: Das Bikerteam fährt nach Polen, Litauen und Lettland. Großartig!

Immer im Sattel: Das Bikerteam an der Ostseeküste bei Nidden (Kurische Nehrung)Am Ende waren wir 9 Tage unterwegs. Neun Tage mit weit über 3.000 gefahrenen Kilometern (zuzüglich ca. 700 km auf der Fähre), die uns noch lange im Gedächtnis haften bleibenwerden. Wir fuhren durch Pommern, West- und Ostpreußen. Allesamt historische Regionen mit tiefer Geschichte im heutigen Polen. Und dann war da noch das Baltikum mit Litauen und Lettland, wo bislang noch keiner von uns gewesen ist. Weder mit dem Krad, noch mit dem Kraftwagen. Wenig Menschen,  schier unendliche Kiefernwälder, unzählige Seen und eine zwar flache, aber auch liebenswerte Landschaft im Nordosten Europas. Unvergesslich sind die Hauptstädte Vilnius uns Riga - jeweils Schmelztiegel der Kulturen und alte Handelsmetropolen seit dem Mittelalter. Beeindruckende Naturräume wie die Kurische Nehrung und das Memelland ließen diese Tour zu etwas ganz großem werden.

In Podlachien (PL) auf dem Weg nach LitauenLitauen und Lettland waren die absolute Überraschung und nicht erst am Ende dieser neun Tage begreifen wir, auf welche Eindrücke wir bislang verzichtet haben. Die Vermutung liegt sehr nahe, dass auch wir uns wahrscheinlich dieses Baltikum-Virus eingefangen haben. Das scheint so eine Unterart des Skandinavien-Virus zu sein, welches die Leute immer wieder nach Skandinavien fahren lässt, sofern es ihnen beim ersten Mal gefallen hat und das Virus zuschlagen konnte. Eines ist uns seit dem Ende der Bikertage 2019 klar: Dieser ersten Tour ins Baltikum werden weitere folgen! Estland und Finnland warten voller Sehnsucht auf uns und dann geht es ja auch noch weiter, viel weiter in den Osten. Wir sehen uns wieder - irgendwann! Bis dahin bleibt nur die Erinnerung an eine wunderbare Zeit...

 

 

Der Tourenplan dient nur dem groben Überblick. Die gefahrenen Strecken verlaufen anders.

 

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KrivoklatIm letzten Jahr hat es uns weit in den Osten gezogen und schon während dieser Reise reifte der Gedanke einer Tour mit dem Ziel Adria. Mehr Gedanken dazu machten wir uns zu dieser Zeit natürlich noch nicht, aber die Idee war geboren. Wie immer in den kradfreien Wintermonaten ging es nun an die Planung der Bikertage für das neue Jahr und wir erinnerten uns an diesen Tourgedanken. Mit den Bikes nach Kroatien - warum eigentlich nicht?

In der Region des südwestlichen Balkan waren wir mit den Motorrädern überhaupt noch nicht und - das steht fest - allein dieser Umstand wäre schon eine Reise dorthin wert. Also dann: Karten auf den Tisch und Kopf machen! Eine Route rückte nun bei der genaueren Tourplanung immer weiter nach oben und war schließlich auch unser Favorit. Diese führte über das südliche Böhmen (CZ), dann durch die Steiermark im Grenzbereich zu Kärnten (A), weiter durch Slowenien und schließlich nach Istrien in Kroatien. Wie geil ist das denn? Wir fragten uns immer wieder, warum wir auf eine solche Tour nicht schon viel eher gekommen sind. Es warten unendlich viele neue Strecken und Regionen auf uns, die bislang im Verborgenen lagen. Und da hatten wir die Möglichkeiten, die sich auf der Rückreise anbieten, noch gar nicht in Betracht gezogen. Bereits Ende Januar 2015 hatten wir uns dann auf eine endgültige Streckenführung und die daraus resultierenden neun Tagestouren festgelegt; auch die meisten Übernachtungen waren schon gebucht. Bei den Reservierungen war natürlich unser Chalet in der Fischerhütte in Pula mit eigenem Pool und Terrasse der absolute Brüller.

Edelschrott

Pula in Istrien war dann auch der Wendepunkt der Bikertage 2015. Nach einem Ruhetag verließen wir die Halbinsel in Richtung Slowenien und später Italien. Eine absolute Tour mit gefühlt 100.000 Kurven, deren erster Teil in Slowenien über den Vrsic-Pass, die Mangart-Straße und den Predil-Pass nach Italien führte. Hier in der Region Friaul-Julisch Venetien setzte sich der Kurvenwalzer 1:1 fort, bevor wir unsere letzte Station im Südtiroler Deutschnofen aufschlugen. Nach der letzten und rund 700 km langen Etappe der Bikertage 2015 zurück ins Erzgebirge standen dann 3.300 km mehr auf dem Kilometerzähler meiner Varadero. Nicht schlecht für neun Tage! Wir hatten nun die Köpfe voll mit schier unendlich vielen Bildern und Eindrücken, die erst einmal verarbeitet werden wollten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der nächsten Kapitel der ALPEN-BALKAN-TOUR 2015!

 

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